Brandschutztore und -systeme

Informationsschreiben zur DIN EN 16034

Einführungen der DIN EN 16034

Durch die Einführung der DIN EN 16034 (Produktnorm Feuerschutzabschlüsse) und den Start der
3-jährigen Koexistenzphase im November 2016 entstehen ab dem 01.11.2019 an Produkte im
Bereich „Feuerschutz“ neue Anforderungen und neue Klassifizierungen.
- aus der Klassifizierung T 30 wird z. B. : EI2 30 C2 Sa
- aus der Klassifizierung T 90 wird z. B. : EI2 90 C2 Sa

Ab dem 01.11.2019 darf kein Hersteller mehr T30, T90 oder T120 Tore in den Verkehr bringen !!

Da sich zwar die Klassifizierungen ändern, nicht jedoch die baurechtliche Anforderung (z. B.
feuerhemmend, selbstschließend und dichtschließend) empfehlen wir, in den Brandschutzkonzepten
bzw. Ausschreibungen die baurechtlichen Anforderungen (siehe kommende Seite -> z.
B. feuerhemmend, selbstschließend und dichtschließend) aufzuführen.
Neben der Änderung der Klassifizierungen, ändern sich auch die Prüfanordnungen und die
Prüfgrundlagen sowie die Grenzwerte. Diese sind im Bereich der Brand- und
Dauerfunktionsprüfungen so gering, dass wir nicht auf die Änderungen eingehen wollen.
Die Änderungen im Bereich „Rauchschutz“ bzw. „dichtschliessend“ sind jedoch für bestimmte
Abschlüsse, wie Tore und Vorhänge sehr gravierend.

Dichtschließend (Klassifizierung Sa):

Die dichtschließende Eigenschaft bei Produkten nach EN 16034 ist eine klassifizierte Eigenschaft
und muss über Prüfungen nachgewiesen werden, was nach DIN 18095 (Rauchschutzabschlüsse)
nicht der Fall war (lediglich bautechnischer Zustand - keine Prüfung). Diese Sa-Prüfung ist nur mit
zusätzlichen Dichtungen zu realisieren, was den Rauchschutz wesentlich verbessert, aber auch zu
einer Preissteigerung führen wird. Der geringe Luftspalt unter dem Tor wird in den allermeisten
Fällen nur unwesentlich zur Verrauchung des Nachbarraums beitragen, da er sich im
Unterdruckbereich befindet und der Luftstrom unter dem Tor zum Brand gerichtet ist. Auch im
Übergangsbereich zwischen mehreren Geschossen, z.B. in einer Tiefgaragenspindel, wird die
Rauchdurchdringung unter dem Tor sehr gering sein, so dass die Rauchausbreitung durch die
Thermik gerade nach oben gerichtet ist und der Spalt unter dem Tor (max. 25 mm) in
Fußbodennähe eher unkritisch ist.

Rauchdicht (Klassifizierung S200):

Nach EN 1634-3 (Rauchschutzprüfungen) werden die Abschlüsse ähnlich geprüft, wie in der 18095.
Allerdings lässt die Klassifizierungsnorm (EN 13501-2), anders als die 18095-3 (die 50 m³ für Tore
zulässt), nur Leckagen von 20 m³ bei einflügligen und 30 m³ bei zweiflügligen Abschlüssen zu. Durch
diese Beschränkung werden bei Ende der Koexistenzperiode fast alle Rauchschutz-klassifizierten
Produkte für Tore entweder nicht mehr oder nur noch in sehr geringem Abmessungen (vermutlich
wesentlich kleiner als 10 m² Öffnungsfläche) zu klassifizieren sein.
Auch bei Einführung der Erweiterungsregeln für den Rauch (sollen noch erfolgen), wird dies im
Bereich der Klassifizierung S200 keine Änderungen bringen.

Fazit:
Wir gehen als Hersteller davon aus, dass wir Sie auch nach der Umstellung der Norm mit den
bisherigen Torarten/-größen beliefern können.
Der Bereich Rauchschutz (zukünftig S200) wird zukünftig in den Abmessungen stark eingeschränkt.
Mit der Bauaufsichtsbehörde bzw. dem Brandschutzsachverständigen ist zu prüfen ob die
Klassifizierung Sa ausreichend ist, bzw. sind die Möglichkeiten individuell zu prüfen.

Umstellung eur Norm

Wichtiger Hinweis:
Derzeit werden regelmäßig neue Erweiterungsnormen und Verwaltungsvorschriften Technischer
Baubestimmungen veröffentlicht. Dies führt dazu, dass sich noch Änderungen ergeben können.

Diese Seite stellt den Stand vom 28.01.2019 dar.

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